Dienstag, 3. Februar 2015

Life is Strange... for real!



Auf "Life is Strange" wurde ich durch die Steamwerbung aufmerksam, die nach einer Runde "Civilazation V" aufploppte und mich neugierig machte. Dass das Leben seltsam ist, ist ja allgemein bekannt. Warum sich also kein Spiel ansehen, welches sich eben jenen Fakt zum Titel gemacht hat?
Seit 30.01.15 ist die erste Episode des Fünfteilers von Dontnod ("Remember Me") spielbar und am 31. hatte ich dann auch endlich Zeit, sie auszuprobieren. 






"Unsere Geschichte beginnt inmitten eines gigantischen Strumes"
 - Gronkh






"Life is Strange" beginnt mit einer Vision der Hauptperson Max, in der ihre Heimatstadt, Arcadia Bay, von einem Tornado heimgesucht wird. Max erwacht aus ihrem Traum und findet sich in ihrem Fotographie-Kurs wieder, nur um wenig später festzustellen, dass sie eine besondere Gabe hat: Sie kann die Zeit zurückdrehen.
Und so beginnt eine Geschichte voller Geheimnisse, zwielichtiger und gemeiner Nebencharaktere und den üblichen Sorgen als Außenseiter auf der Schule.


Das Spiel, beziehungsweise die erste Episode, wirkt dabei ein wenig wie eine spielbare Highschool-Serie, in der laut Entwickler viele getroffene Entscheidungen Konsequenzen haben werden und den Spielverlauf ändern können. Diese Ankündigung sowie die Art der Interaktionen mit anderen Charakteren und Umgebung erinnern dabei stark an Spiele der "Heavy Rain"-Macher Quantic Dream. Genauso wie die eben genannten vielen Geheimnisse, die sich um jeden ranken.

Atmosphärisch ist "Life is Strange" bis jetzt wesentlich weniger depressiv als eben genanntes "Heavy Rain" oder "Gone Home", dafür aber nicht weniger eindringlich. Man fühlt vom ersten Moment an mit Max mit, kann sich gut in sie hineinversetzen und ihre Sorgen und Bedenken nachvollziehen. Dabei rutscht "Life is Strange" jedoch nie in klischeehaftes Teenie-Drama ab, sondern bietet eine ausgewogene Mischung aus jugendlicher Melancholie und moderner Thematik sowie einer authentischen Portion Slang, der vor allem bei Max' bester Freundin Chloe in Erscheinung tritt. 



Auch arbeitet das Spiel gern mit Metaphern (Ein Schmetterling kann einen Sturm entfachen, anyone?) und Spieler, die gerne jedes kleine Eckchen erkunden, um so viel wie möglich entdecken, kommen hier voll auf ihre Kosten. Denn "Life is Strange" lässt sich sowohl im Turbo, als auch in Slowmotion durchspielen und drei verschiedene Spielstände geben einem auch wunderbar die Möglichkeit, seine Entscheidungen dreimal anders zu treffen.
In wie weit sich diese dann auf das Ende bzw. den weiteren Verlauf äußern, bleibt allerdings noch offen. 

Fest steht, dass ich darauf schon sehr gespannt bin und das Spiel in den 5 Stunden, die ich bis jetzt damit verbracht habe, sehr genossen habe. 
Daran sind Grafik und der hammer Soundtrack genauso schuld, wie die guten Synchronsprecher und die glaubwürdigen Charaktere, die in dem Spiel auftauchen. Anscheinend hat jeder von ihnen eine eigene Geschichte zu erzählen, auf die ich schon sehr gespannt bin. 

Fazit: Wenn ihr auf spielbare Filme steht und ein fünfteiliges Abenteuer mit ca. 5€ pro Part nicht als Abzocke betrachtet, dann holt es euch und probiert es aus!
Die Abstände zwischen den einzelnen Parts sollen 6 Wochen betragen. Imho ein durchaus angemessener Zeitraum, um auf eine neue Episode zu warten. Und ich freu mich schon auf die zweite. :)

Zum Abschluss des durchweg positiven Mini-Reviews gibt's noch ein paar gesammelte Screenshots und den Trailer, der mit einem großartigen Song unterlegt wurde, welcher sehr zum Stil der anderen Lieder passt, die auftauchen. 







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