Sonntag, 20. April 2014

Hi, ich bin Ju! - Ja, ich weiß... - Oh...

"Hi, ich bin Ju!", das ist mein Standardsatz, wenn ich mich neuen Leuten vorstelle. Und mittlerweile kommt es immer häufiger vor, dass ich den Satz auch zu solchen sage, die eigentlich gar nicht mehr so neu für mich sind. 

Woran liegt's?
In meinem Hirn lagert sich sehr viel Trivialwissen ab. Dinge, die absolut nichtig sind (wie in etwa, dass Apollo und Artemis Zwillinge sind, dass ein Blatt Papier nur 8-mal gefaltet werden kann, dass Mängel an Waren unverzüglich gemeldet werden müssen, dass Porenta die #083 im ersten PokéDex ist, und, und, und) kann ich mir verdammt gut merken, Namen und Gesichter bleiben bei mir aber partout nicht hängen. Ja genau. Weder Namen, noch Gesichter. Ist lustig. Nicht.
Es passiert dann, dass mich Leute begrüßen, bei denen ich nicht den leisesten Schimmer habe, ob sie mich verwechseln oder sie mich wirklich kennen. Umso peinlicher wird das, wenn sie ein Gespräch anfangen wollen und ich sie einfach nur mit offenem Mund anglotze. Kennt ihr den Smilie: :O ? Das bin ich. 

Genauso passiert es mir immer wieder, dass ich die Leute zwar wieder erkenne, mir aber ihre Namen entfallen sind. Ich sprech' die Personen dann übermäßig oft mit "Du" an oder komme in die Bedrängnis, sie anfassen zu müssen, um sie auf mich aufmerksam zu machen. Ein Albtraum. Ich umarme Menschen gern, wenn ich sie besser kenne. Ansonsten ist Körperkontakt etwas, was ich gar nicht haben kann, sofern es sich vermeiden lässt (Ausnahmen sind Menschen, die ich sehr mag oder der Trunkenheits-Faktor...).
Apropos Trunkenheit: Es macht keinen Unterschied, ob ich die Leute drunken oder sober kennen lerne. Ich hab jemanden auch schon nüchtern 5 (FÜNF!!) mal kennengelernt, wobei betreffende Person viermal mit "Ja, ich weiß..." geantwortet hat...
"Oh..."

Natürlich ist mir das andersrum auch schon öfter passiert und Leute konnten sich nicht an mich erinnern. Ich weiß daher, wie peinlich das ist, wenn der Gegenüber keine Ahnung hat, wer man ist, obwohl er die haben sollte. Aber glaubt mir, für den, der keine Ahnung hat, ist es wesentlich unangenehmer. Außer er/sie ist zu eingebildet, um in der Hinsicht Scham zu empfinden. Aber dann ist es um den auch nicht schad und man muss den auch nicht zwingend kennen.

Am schlimmsten ist es übrigens, Menschen in Gruppen kennenzulernen. Da bin ich dann auch mal so frech und weise die Leute vorher drauf hin, dass ich mir nicht von jedem den Namen merken werde. Und dass das nichts persönliches ist, ich aber halt ein Gedächtnis wie ein Sieb habe. 
(Fun-Fact: Bei meinem Bruder ist das genau umgedreht, der kann sich sowohl Namen, als auch Gesichter merken, nüchtern wie betrunken, weiß aber mittlerweile auch nicht mehr, dass ich als Baby mit fast 9 Pfund auf die Welt gekommen bin und damit ein kleiner Elefant war. :D)

Sonntag, 13. April 2014

Ultra Rapid Fire - LoL zwischen Teleportchaos und Button mashing

Dank meiner Sehnenscheidenentzündung und damit einhergehender Gaming-Pause kam ich erst heute in den Genuss des neuen (temporären) Game-Modes, den Riot sich ursprünglich als Aprilscherz ausdachte, der aber so gut ankam, dass er erstmal drinnen bleiben soll: 
Ultra Rapid Fire (URF)
Edit: Der schon wieder entfernt wurde. Aber ich hab mir so viel Mühe mit dem Post gemacht, der bleibt jetzt! So!

Was erstmal total awesome klingt entpuppt sich schnell als Geschicklichkeitsübung für die Finger: 
80% Cooldownreduciton auf ALLES und keine Mana- bzw. Energycosts sorgen nämlich schon in den ersten Spielmomenten für absolutes Spaming sämtlicher Fähigkeiten. Außerdem gibt es im URF auch keine Meta-Verteilung mehr. Back-in-the-days "Ashe Mid" ist also vollkommen legitim und dank ihrer Salve auch ziemlich OP. 
Kein Wunder also, dass die Wartezeit für URF sogar an einem Sonntagmorgen nichtmal 30 Sekunden beträgt. Jeder will mal total OP sein, ohne dafür Flame zu kassieren oder als Noob betitelt zu werden. Im Gegenteil, durch den Slapstickmode steigt die Toleranzgrenze und absolut dämliche Aktionen werden mit "XD" und "lol" gefeiert - weil's halt einfach lustig ist.
In URF interessiert es keinen Menschen, wenn man die Ez-Ult daneben setzt, immehrin hat man sie in 10 Sekunden ja nochmal. Und die 60 Sekunden Cooldown auf Teleport machen den zur Allzweckwaffe. Ganken, Backdooring und Towerpushing gehen so schnell wie noch nie. 
URF scheint nach dem einfachen Motto "Du willst mehr? Du kriegst mehr!" zu arbeiten und es gefällt. Einfach, weil Riot sich damit selbst auf die Schippe nimmt und hier den ewigen Nörglern bezüglich zu starker Champions den Wind aus den Segeln nimmt - immerhin ist hier jeder OP. 
Und ich muss sagen: Ich find's einfach super lustig. Während der Matches, die ich heut gespielt hab, hab ich fast nur gelacht (und ich bin normal ein Mensch, dem nachgesagt wird, sehr aggressiv zu sein, wenn er ingame ist). 
Natürlich muss man dazu sagen, dass man sich mit Ranged-Champions grad am Anfang wesentlich leichter tut, was aber hinsichtlich des Glücksfaktors beim Button mashing (das es gibt, leugnen ist zwecklos) im späteren Verlauf ein imho eher kleines Opfer ist.
Wer also LoL spielen will, ohne sich aufregen zu müssen oder zufällig einen Champion zugeteilt zu bekommen, der sollte URF unbedingt mal ausprobieren, solang es noch verfügbar ist. 

Edit:
Und sogar eine Meele wie Akali kann das Game rocken, als gäbe es keinen Morgen mehr. (Oder es liegt an mir... who knows...)

Freitag, 11. April 2014

Philosophie: Die drei Dinge im Leben

Vor gar nicht allzu langer Zeit, in einer unbekannten Schule, war eine Mathematiklehrerin sehr bekannt und die sprach:
Mein Professor sagte zu mir: Marion, es gibt drei wichtige Dinge im Leben. Raum, Zeit und Geduld. Und damit ließ er mich stehen und ging Essen.
Und dann erklärte sie uns, warum diese drei Dinge so wichtig waren. Und verdammt: Ihr Professor ist ein kluger Mann!


Raum


Ein Mensch muss seinen Raum kennen. Er muss wissen, wo er sich befindet. Er muss wissen, wie die Umstände um ihn herum sind und mit wem er sich im gegebenen Raum befindet. Aber ein Mensch muss auch wissen, wo er selbst endet und der Raum um ihn herum beginnt. Sowohl der tatsächliche, der materielle Raum, als auch der geistige und spirituelle. Er muss den Unterschied zwischen sich und seiner Umwelt erknennen - zwischen dem, was er ist und was er nicht ist. 


Zeit


Wer mit kleinen Kindern zusammenarbeitet weiß, diese kennen genau zwei Zeitformen: Jetzt und nie. Sie können noch nicht zwischen "vor dem Mittagessen" und "nach dem Mittagessen" unterscheiden und deswegen geht für sie die Welt unter, wenn sie das Bonbon NICHT JETZT bekommen - sie denken, sie bekommen es NIE.
Ein Mensch muss daher wissen, in welcher Zeit er sich befindet. Und welche Zeit relevant ist, welche realistisch ist und welche er nie erreichen wird. Er muss wissen, wie und bis wann er welche Ziele zu erreichen hat und wie viel Zeit ihm zur Verfügung steht.


Geduld


Dazu muss man vermutlich nicht allzu viel erzählen. Geduld ist immer wichtig. Egal, ob im Umgang mit anderen oder mit sich selbst. Ein Mensch kann nur etwas erreichen, wenn er geduldig und ausdauernd an sich und seinen Fähigkeiten arbeitet, aber auch, wenn er sich und seinem Umfeld Zeit lässt. Wer ungeduldig wird, macht Fehler oder verliert den Elan. Ohne Geduld nützen einem auch Wissen über Raum und Zeit nichts, denn man kann es nicht anwenden. Daher ist Geduld zwar der wohl am leichtesten definierte Faktor, aber auch der, der am schwersten zu erlernen ist.

Ich will verdammt sein, wenn das mal keine gute Lebensweisheit ist, die sie da mit mir und meiner Klasse geteilt hat. Und ich werde in Zukunft versuchen, mir diese drei Worte in Erinnerung zu halten, wenn ich wieder vor einem Problem stehe. (Oder einfach mal wieder nicht aufgerufen werde...)